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klicken zum VergrößernRückblick auf das
Landesfest in Urach
am 13.06.2010

Am 13. Juni 2010 war Landesfest des Schwäbischen Albvereins in Urach, und 14 WanderInnen trafen sich frohgemut zur Teilnahme am Bahnhof, begrüßt von den Wanderführern Werner Brekle und Peter Marx. Wanderführer Klaus Ollig sah heute gar nicht so recht nach Wandern aus. Als geladener Ehrengast blieb er im schicken Häs’ bis Urach sitzen, während wir in Neuffen den Zug verließen, von wo aus nach herzlicher Begrüßung unsere Wanderung begann. Statt des Weges im Jahresplan - der doch zu lang erschien - klicken zum Vergrößernhatte man sich für einen anderen entschieden. Wir ließen den sonntäglich ruhigen Ort hinter uns und kamen an Feldern und Wiesen vorbei zum ersten Anstieg. Es sollte über das Schillingskreuz (657m) gehen, wo ein Stein daran erinnert, dass hier ein Herr von Schilling bei der Bärenjagd verunglückte und den Heimtransport nicht überlebte. Das Wappen derer von Schilling, das den Stein ziert, lässt nur schwerlich ein Kreuz erkennen, es sieht eher einem Teekessel verdächtig ähnlich. Inzwischen hatte leider Regen eingesetzt, mal weniger, mal heftiger. In einem Dettinger Ortsteil fand ein Mountainbike-Motocross für Kinder auf einer angelegten Piste statt. Da Schutzbleche an Mountainbikes „uncool“ sind, sahen die Kinder entsprechend aus, was aber sichtbar ihrer Begeisterung und der Wichtigkeit der Teilnahme keinen Abbruch tat. Wir erreichten Urach am späten Vklicken zum Vergrößernormittag. Die für kurze Zeit verstauten Schirme mussten leider wieder ausgepackt werden und wurden bis zur Abfahrt nicht wieder zugeklappt. Das war sehr schade, denn Urach hatte sich für das Fest herausgeputzt und gab eine wunderschöne Kulisse ab. Auf dem mit Fachwerkhäusern umstandenen Marktplatz waren schon Tanzgruppen aktiv, die sich dann aber zum Festsaal begaben, um mit zahlreichen Musik- und Trachtengruppen einen schönen Festzug zu bilden. Eine große Gruppe von schmucken Tänzern und Musikern war zu Gast aus Litauen gekommen, und eine andere aus Slowenien. Ich entdeckte auch – etwas mühsam unter den Schirmen – unseren frisch, mit der „Silbernenen Ehrennadel“ des Deutschen Wanderverbandes, geehrten Klaus. Kurt Krautt, der trotz Regen stolz den Wimpelbaum im Umzug trug hatte ihn vorsorglich mit einer Plane überdeckt.

Die zahlreichen Sitzgelegenheiten vor den Getränke- und Verpflegungsständen waren nicht zu nutzen. Trotzdem fand jeder ein trockenes Plätzchen für ein zünftiges Vesper.

klicken zum VergrößernWo es um Volkstanz geht, kann Herr Stingel aus Dürrwangen mit seinen Tänzern aus Frommern nicht weit sein, und es ergab sich sogar ein kleines Schwätzchen. Im Schlosshof gab es eine Vorführung von „Rittersleuten“, darunter ein echter Engländer ganz in Schwarz. Man zeigte Waffen, Schilde und Zweikämpfe, von einer jungen Dame kenntnisreich erklärt. Am Marktbrunnen versammelten wir uns wieder zur Heimfahrt, und der Weg zum Bahnhof war nicht weit. Im Zug ging es lebhaft zu, weil jeder erzählen wollte, was ihm am besten gefallen hat. In Ludwigsburg angekommen staunten wir nicht schlecht, denn hier hatte es überhaupt nicht geregnet! Die schönen Eindrücke drängten aber das schlechte Wetter in den Hintergrund und das Landesfest wird allen bestimmt in schöner Erinnerung bleiben.

(Gisela Seltmann)