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Rückblick auf die Wanderung
am 11. Juli 2010
von Herrenberg nach Ehningen
Ein sonnenheisser "Wandertag von Herrenberg - Schönbuch - Mauren - nach Ehningen" der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäb. Albvereins am 11. Juli 2010
Wanderführung durch Hans Stöhr und Gustav König
Wanderzeit mit entsprechenden Pausen ca. 5 Std.
Vom Ausgangsort Herrenberg ging die Wandergruppe durch die mittelalterlich bunte Altstadt aufwärts zum im 13. Jh. angelegten Marktplatz mit wunderschönen Fachwerkhäusern. Über Treppen dann hinauf zur über der Stadt liegenden gotischen Stiftskirche und weiter zu der auf einer mächtigen Schilfsandsteinplatte liegenden Burgruine auf dem Schlossberg.
Der ehemalige Pulverturm gewährt einen herrlichen Blick hinab nach Herrenberg, weiter auf Schwarzwald, Gäu, Baar, Schwäb. Alb und die großen Waldflächen des Schönbuchs. Im Gewann Rotes Meer steht ein Naturdenkmal: Eine ca. 350 jährige Eiche mit einem Durchmesser von 5,50 m. Sie gab früher Vieh- und Schafherden Schutz vor heissen, nassen und kaltem Wetter. Jetzt kommt man hinein in die wellige Waldlandschaft des Schönbuchs. Auf guten Wegen ist gut zu wandern. Abwechslungsreich ist die Landschaft. Immer wieder ist der Blick frei hinaus ins Land. Die Wurmlinger Kapelle ist auszumachen. Die Quellfassung Kalter Brunnen wird erreicht, auf weichen Waldpfaden, am Rötelberg vorbei und dann den Ausläufern der wasserreichen Kohlklinge entlang, teilweise wildromantischer Pfad zur Entenlache, kommt man dann wieder aus schattenspendendem Wald hinaus in sonnenüberflutete Wiesen und Felder. Am Weg stehen mächtige dürre absterbende Eichenbäume. Obwohl immer wieder Rast gemacht wurde, freut man sich jetzt auf eine Einkehr im Ort Mauren.
Zuvor wird aber das Angebot einen Kulturbeitrag, beim Wandertag wahrzunehmen gerne angenommen. Der Besitzer des ehemaligen Schlosses in Mauren, vom in Württenberg bekannten Baumeister Heinrich Schickhard 1617 gebaut, gibt eine kleine interessante Führung durch das Anwesen. Vom in Kriegsjahren zerstörten Schloss stehen nur noch die denkmalgeschützten Grundmauern und tiefliegenden gewaltigen Gewölbekeller. Interessant sind die über den alten Mauern freistehend errichteten mit großen Glasflächen versehenen modernen Wohnkubus, welche vom heutigen Besitzer bewohnt werden. Talwärts liegt ein in Terrassen angelegter großer Park mit altem Baumbestand. Sehenwert auch die in der Nähe liegende im gotischen Stil erbaute Kirche. 1320 genannt und Einsicht in alte Urkunden zeigen auf, dass die Kirche an einer ehemals wichtigen Straße (römisch) gelegen und mit einem Jahrmarkt am Fest des Hl.Pelagius (Bolaimarkt) verbundene, spätmittelalterliche Liebfrauen-Wallfahrts-Kirche war. Ihre große Zeit ist vorbei und dient heute mit seinem mit einer Mauer abgetrennten Chor noch als Gottesdienstraum mit Glockenturm. Das verbleibende ehemalige Kichenschiff dient der Aufbewahrung bäuerlichen Arbeitsgeräts des naheliegenden großen Gutshofs. Dann geht es zum ersehnten Biergarten der Gaststätte Grüner Baum. Schatten, kühle Getränke, kleine Mahlzeit, Kaffee und Kuchen, tun gut.
Ausgeruht geht es zu gegebener Zeit auf die letzte Wegstrecke nach Ehningen. Dem nahe bei Hiltrizhausen entspringenden Fluss Würm, am Waldrand und an Fischteichen entlang, kommt man nun hinaus auf die Felder. Es ist sonnenheiss und wir sind froh später Ehningen erreicht zu haben. Den Wanderführern wird für den gut vorbereiteten Wandertag mit eingeschlossenem Kulturbeitrag herzlich gedankt. Zufrieden kehrt die Wandergruppe heim.
(Wolfgang Staudenmayer)
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