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Rückblick auf die
Radwanderung am 1. August 2010
Sonntagmorgen, Treffpunkt Römerhügel! Es war mal wieder soweit: Ingrid und Klaus Ollig hatten eine Radwanderung angesetzt. Die Sonne strahlte vom Himmel und insgesamt 16 Teilnehmer kamen aus verschiedenen Richtungen zusammen. Zunächst ging es durch das „Lange Feld“, der größten zusammenhängenden Ackerfläche in Baden-Württemberg und Olligs „Hausstrecke“. Das Getreide stand reif und gelb auf dem Halm, stellenweise hatte die Ernte schon begonnen. Nach dem Regen der letzten Tage waren die Rübenblätter fett und grün, und bei Kartoffeln und Mais waren frühe und späte Sorten leicht auszumachen. Wir waren nicht die einzigen Radler unterwegs, und einige Reiter nutzten auch den schönen Tag.
Die erste Pause gab’s an der Kaiserlinde (tatsächlich stehen dort 2 Prachtexemplare), von wo aus man einen Blick über einige Dörfer des Kreises und in den angrenzenden Kreis Böblingen hatte. Es ging abwechslungsreich und ausgewogen rauf und runter, und es durfte auch mal geschoben werden. Ehrgeiz war nicht angesagt. Klaus vorne und Ingrid hinten hielten den Pulk zusammen und die Schnellen mussten halt auch mal auf die Langsameren warten. Wanderkamerad Hubert kam fröhlich mit einem ausgeliehenen Elektrofahrrad, das seine Tücken hatte. Mal klappte die Unterstützung, mal klappte sie nicht…und wenn gerade mal nicht, war es nur noch ein viel zu schweres 3-Gang-Rad. Ingrid blieb immer pflichtschuldigst in seiner Nähe, und wenn mal nicht, stand ihm Wanderkamerad Ekkehard treu zur Seite, was zur Folge hatte, dass uns die beiden in Schöckingen „verloren gingen“. Nach einigem Warten fuhren wir doch weiter, und eine neue Brücke führte uns hinter Leonberg über die lebhafte Autobahn bald an unser Mittagsziel, dem Naturfreundehaus „Wanne“ nahe bei Renningen.
Gut organisiert durch Nummernvergabe klappte es relativ flott mit der Bestellung und der Selbstbedienung, geschmeckt hat es auch! Plötzlich tauchten sogar die „Vermissten“ wieder auf, und auch ihnen langte die Zeit noch zum Essen. Hubert nutzte dann aber doch lieber die nächste Gelegenheit, mit diesem Problemrad die Bahn zurück zu nehmen. Noch einmal mussten wir die Autobahn queren, diesmal unten durch in Höhe des „Grünen Heiner“, dem Stuttgarter Trümmerberg mit dem weithin sichtbaren „Growian“, der „Großen Windanlage“, um nach Ditzingen und Stammheim zu kommen. Am Gefängnis vorbei nahmen unsere Radler keine Notiz vom Modell der Landesvermessung, einer Ausgleichsmaßnahme nach der ewigen Baustelle der Schnellbahntrasse nach Mannheim, die hier unterirdisch verläuft. Es sollte dort dringend gemäht werden, aber die Erklärungstafel war gut zu lesen und Klaus’ Erläuterungen für noch 3 interessierte Zuhörer sehr aufschlussreich. Bei der Pflugfelder Abbiegung kamen wir überein, dass dieser schöne Tag nicht so abrupt zu ende gehen sollte. Einer verabschiedete sich hier, ein anderer ging schnell in der Nähe seine Frau holen und wir radelten noch zur TV-Vereinsgaststätte, wo es auf der Terrasse beim frischen kalten Bierchen noch einiges zu Lachen gab.
Dort trennten wir uns schließlich in Richtung verschiedener Heimwege oder abendlicher Vorhaben, dankbar für diesen schönen Tag. Am morgendlichen Ausgangspunkt trafen wir zu viert überraschend noch einmal auf den „Elektrofahrer“, der inzwischen wieder mit seinem eigenen Rad und einiger Verspätung wegen eines eingeschobenen „Umweges“ hier sein Abschlussfoto machen wollte…Ob das Fotos mit 4 Radlern drauf was geworden ist?
Gisela Seltmann
Rückblicke auf die Radwanderungen der vergangenen Jahre
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