Rückblick auf die
Sylvesterwanderung 2011
Frische Luft und Bewegung vor dem Sylvester- und Neujahrsmenü kompensieren den Kaloriengehalt eines weiteren Festessens. Das dachten sich 33 Wanderer der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäbischen Albvereins. Am Kronenzentrum in Bietigheim, - hier steht auch der als "Kuhriosum" bekannt gewordene Brunnen des Bildhauers Jürgen Goetz -, erläuterte Wanderführer Günter König bei seinem ersten Einsatz nach der Wanderführerausbildung die wechselvolle Geschichte der Stadt, die bereits im Jahr 789 gegründet wurde.
Im Zusammenhang mit der Gemeindereform wurde Bietigheim 1975 mit der Nachbargemeinde Bissingen zur Großen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen zusammengeschlossen. Das ging nicht ohne beiderseitigen Widerstand ab. Bis heute funktioniert wohl das Alltagsleben in dieser Zwangsehe nicht immer ganz reibungslos.
Durch den Bürgergarten führte die Wanderung zum Enzviadukt, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, das 1853 fertig gestellt wurde und weiter durch die Enzauen nach Bissingen. Ein Schwanenpaar auf dem Fluss ließ sich vom anhaltenden Nieselregen nicht stören und zog gemessen seine Kreise auf dem Wasser.
Vorbei an der hoch aufragenden Rommelmühle ging es in die Ortsmitte von Bissingen am neuen Rathaus. Wir bewunderten den von Karl Sämann gestalteten Flößerbrunnen, der die Erinnerung an die Bedeutung, die die Enzflößerei seit dem Mittelalter für die Stadt hatte, wach hält. Günter König erzählte von der harten Arbeit der Männer, die die Stämme aus dem Schwarzwald zu großen Flößen zusammen banden und auf der Enz und dem Neckar zum Schlossbau nach Ludwigsburg und manchmal sogar bis nach Holland brachten. Manche mächtige Schwarzwaldtanne wurde so zum Mastbaum eines holländischen Schiffes. Beeindruckend ist auch das historische Fachwerkgebäude "Vatterscher Hof".
Durch das Neubaugebiet von Bissingen führte die Wanderung bergauf Richtung Rotenacker Wald und Schellenhof. An der Obsterfassungshalle hatte die Fußballabteilung der Spvgg Bissingen für eine zünftige Sylvesterbewirtung gesorgt. Es gab würzigen Glühwein und herzhafte Würste nebst Hefezopf für alle Hungrigen. Schade nur, dass der Nieselregen nicht nachließ und sich allmählich noch verstärkte.
Am Bahnhof in Tamm bedankte sich der stellvertretende Vorstand Klaus Ollig im Namen aller Teilnehmer sehr herzlich bei Günter König für seine Mühe bei der Vorbereitung dieser mit vielen historischen Details gespickten Wanderung.
Christa Mugele
Rückblicke auf die Silvesterwanderungen der vergangenen Jahre
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